Chameleon Marker: Wissenswertes

Chameleon Pen

In der Welt der Markercoloration sind die Chameleon Pens vielen Künstlern mittlerweile ein Begriff -  und ihre Popularität steigt. Erst im Mai diesen Jahres wurde das Sortiment um 30 neue Farben erweitert, was im Marker-Kosmos noch einmal weitere Dimensionen eröffnet.

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Chameleon Pen im Shop

Marker:

Der Chameleon Pen ist das funktionale Dreigestirn in der Welt der Marker: Neben der jeweiligen Grundfarbe besitzt jeder Stift einen integrierten Blender, und dadurch die Möglichkeit, viele Abstufungen des Basistons zu erzeugen.

So lässt sich bereits mit nur einem einzelnen Stift eine lebendige Coloration anfertigen.

Wer zuvor mit Markern anderer Hersteller gearbeitet hat, muss sich bei den Chameleons etwas umstellen: Denn beim Chameleon Pen ist der Blender fast durchgehend im Einsatz, um die feine Nuancierung im Tonspektrum zu ermöglichen. Die Handhabung des Blenders erfordert etwas Übung und Geduld. Hat man die Arbeitsweise aber verinnerlicht, sind die Ergebnisse überzeugend.
Der Chameleon ist mit zwei unterschiedlichen Markerspitzen ausgestattet: Einer flexiblen Brush-Spitze, die in Kombination mit dem Blender verwendet wird, und einer kleinen harten Spitze für Details.

Lineart:

Für die Outlines, haben wir den Detail Pen von Chameleon genutzt - mit diesem haben wir die Möglichkeit, mehrere Strichstärken mit einem Stift auf das Papier zu bringen.

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Chameleon Detail Pen im Shop

Farben:

Aktuell umfasst das Farbsortiment des Chameleon Pens 50 Basistöne. Dies erscheint im Vergleich zum Angebot anderer Markerhersteller auf den ersten Blick recht klein – doch es täuscht. Da sich durch den Blender bis zu zehn Abstufungen der Basisfarbe eines einzelnen Stifts erzeugen lassen, wird die Auswahl sehr vielfältig – und ergibt insgesamt ein Sortiment von 500 Farben.

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Wir haben den Chameleon Pen auch in Kombination mit Markern anderer Hersteller getestet. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt in Kürze.

 

Colorationstechnik:

In den meisten Fällen wird von Hell zu Dunkel gearbeitet. Zu Beginn wird die gewünschte Spitze des Chameleon Pens mit dem integrierten Blender aufgehellt. Je länger die Farbspitze mit dem Blender in Verbindung bleibt, desto heller wird die Farbe und umso langsamer dunkelt sie während des Colorierens nach.

Nach einigen Sekunden kann bereits mit der Grundierung einer Fläche begonnen werden. Bei kleineren Bildsegmenten lassen sich die hellen Töne sehr schnell und einfach auftragen. Bei größeren Bereichen ist es von Vorteil, sich vor der Coloration Gedanken über die Struktur der Fläche zu machen, da Fehler sich nachträglich nur schwer korrigieren lassen.

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Bei einer Blume wie dem Hibiskus ist es nicht schlimm, wenn einzelne Farbstriche zu sehen sind. So wirkt die Coloration natürlich und lebendig. Obwohl in jedem Chameleon Pen ein Blender integriert ist, ist bei diesem Beispiel ein weiterer Blender hinzugnommen worden. So sind keine Unterbrechungen beim Colorieren nötig und der Wechsel von Basisfarbe und Blender geht umso besser von der Hand.

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Chameleon Colorless Blender im Shop

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Für das homogene Einfärben größerer Flächen ist der Chameleon nicht geeignet. Große Bereiche lassen sich am besten colorieren, wenn man sie zuvor in kleinere Abschnitte unterteilt. Im gezeigten Beispiel wurden die Blütenblätter des Hibiskus jeweils einzeln ausgemalt. Nach und nach entwickelt man ein gutes Gespür dafür, in welchem Tempo die Farbe zurück in den Marker fließt und dunkler wird. Je nach Wunsch kann dann wieder der Blender zum Aufhellen eingesetzt werden.

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Zum Abschluss kann bei den Übergängen besonders gut mit dem Blender nachgearbeitet werden, damit das Motiv noch weicher wirkt. Dies kann sowohl mit aufgehellter Farbe, als auch mit dem Blender als Einzelstift geschehen.

Papier:

Da bei den Chameleon Pens sehr viel Farbe und auch Blenderflüssigkeit in das Papier gelangt, ist es empfehlenswert, besonders dickes Papier zu verwenden.

Dieses wird ebenfalls von Chameleon Art Products produziert und ist von Vorder- und Rückseite bemalbar. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann beim Colorieren auch ein altes Löschblatt unterlegen, damit keine Farbe auf den Tisch durchblutet.

Greift man zu Papieren anderer Hersteller, sollte darauf geachtet werden, dass diese keine raue Oberfläche besitzen und nicht zu saugstark sind. Die Brush-Spitze des Chameleon Pens ist sehr feinfaserig und würde bei der Beanspruchung auf grobem Papier schnell abnutzen. Saugstarkes Papier vermindert die Leuchtkraft der Farben.

Ein ausführlicher Papiertest folgt in einem weiteren Bericht.

Wichtig : Die Chameleon Marker sind nachfüllbar, daher: Leere Marker auf keinen Fall entsorgen!

So sehen die Nachfüller aus:

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 Chamelon Refill im Shop

Mit der Pinzette lassen sich die Spitzen kinderleicht aus dem Chameleon Pen entfernen, damit sich diese wieder auffüllen lassen:

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Chameleon Pinzette im Shop

Sollten sich die Spitzen nach längerem Gebrauch abnutzen, kannst Du diese mit der Pinzette und den Ersatzspitzen ersetzen, damit musst Du nicht den gesamten Stift ersetzen, falls eine Komponente defekt ist oder sich auf Dauer abnutzt.

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Chameleon Ersatzspizten/Nips im Shop

 

Fazit:

Wer sich ganz neu in das Gebiet der Markercoloration wagt und es mit dem Chameleon aufnehmen möchte, hat sich eine interessante Herausforderung ausgesucht. Die Handhabung erfordert in jedem Fall eine gewisse Eingewöhnungszeit. Daher unser Tipp: Lasst Euch Zeit, Euch an den Chameleon Pen zu gewöhnen. Wer sich nicht frustrieren lässt und sich mit der Funktionsweise in Ruhe auseinandersetzt, kann fantastische Ergebnisse erzielen.

Geübte Anwender von Markern werden ebenfalls kreativ gefordert, was das Umsetzen alt-eingeschliffener Arbeitsweisen angeht: Der Chameleon bietet hier eine frische Alternative und öffnet einen Zugewinn an Möglichkeiten, das eigene Schaffensspektrum durch neue Techniken auszubauen.

Tutorials und weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.cayow.de/wissensschatz/chameleon-pen-anleitungen

Profitipp:

Wer sich mit den Blendertechnik bereits gut auskennt, kann jetzt auch versuchen, Farben untereinander zu verblenden und zu vermischen. Genau dafür hat Chameleon jetzt die Color Tops entwickelt - anstatt dem Blender, der die Farbe verflüssigt, wird hier einfach eine andere Farbe auf den Chameleon Pen gesteckt - damit lassen sich auch Übergänge von einem Farbton zum anderen erstellen, ohne den Stift zu wechseln.

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Chameleon Color Tops im Shop

 

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